© Lessingmuseum Kamenz, Nachlass Franz Rapp, NRH 25/2
Unter Franz Rapps Leitung wurde das Deutsche Theatermuseum zur wichtigen Sammlungs- und Ausstellungsstätte für Theaterarchivalien. Zugleich trug er, gelernter Archäologe und Kunsthistoriker, maßgeblich zur Gründung des „Instituts für Theatergeschichte“ 1926 bei. In der NS-Zeit wurde er seines Amtes enthoben. Rapp emigrierte 1939 über die Schweiz und Großbritannien in die USA, wo er bis zu seinem Tod 1951 wirkte.
Gemeinsam erinnern die Studierenden der Theaterwissenschaft und der jüdischen Geschichte an Franz Rapp. Seine Briefe aus dem Exil erzählen vom Schmerz der Vertreibung, aber auch von der Hoffnung auf neue Anfänge, vom Überdauern freundschaftlicher Bande und der Wut auf die Täter:innen. Dazu präsentiert das Theatermuseum ausgewählte Archivalien aus seinen Beständen, die Franz Rapps Bedeutung für die Sammlungstätigkeit illustrieren – zum Entdecken und selbst Lesen.
Teile der inhaltlichen Vorarbeit für diese Lesung entstanden im Forschungsprojekt „History of Theatre Studies“ (HOTS) der Universitäten Bern und Wien und wurden finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF).
Bitte beachten Sie, dass die Lesung sich mit Themen wie Rassismus, Antisemitismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Vertreibung, Gewalt und Genozid auseinandersetzt. Die Lesung dauert ca. 90 Minuten mit einer kurzen Unterbrechung in der Mitte.
Leitung: Carolina Heberling, Emanuel Rüff und Beatrice Wichmann
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Zugänglichkeit:
Ein rollstuhlgerechter Zugang und eine rollstuhlgerechte Toilette sind nicht vorhanden.