© Barry Schwartz
In der 70-minütigen One-Woman-Show erzählt die Schauspielerin und Autorin Bella Merlin die Geschichte der gefeierten und von Frank Wedekind immer mehr vereinnahmten Schauspielerin Tilly Wedekind. Frank war Teil des „Kutscher-Kreises“ und damit Teil des Netzwerks, aus dem die Münchner Theaterwissenschaft hervorging. Kutscher verwaltete Wedekinds Nachlass, schrieb eine dreibändige Biografie über den Autor und war mit Tilly auch nach Franks Tod noch lange im Kontakt. Tilly No-Body wirft jenseits der explosiven Liebesbeziehung von Tilly und Frank die Frage nach dem Dasein als Schauspielerin insgesamt auf: Wenn man alle Schichten aus Worten, Biografien, Kleidern und Bewegungen abzieht, wer sind wir dann tief in unserem Inneren?
In einer angedeuteten Zirkusmanege, mit einer Laute, zwei Puppen, einem Zirkusball und etwas Magie balanciert Tilly No-Body zwischen Absurdität und Schönheit, Groteske und Erhabenheit, Komik und Tragik. Der Abend ist eine Hymne an die Wahl-Münchnerin Tilly und ein Walzer in Richtung Weimarer Republik.
Bitte beachten Sie, dass diese Produktion Blitzlichter enthält. Inhaltlich gibt es Hinweise auf häusliche Gewalt, sexuelle Handlungen und Selbstmord. Die Vorstellung dauert ca. 70 Min. ohne Pause.
Mit: Bella Merlin (Text, Songs und Schauspiel), Miles Anderson (Regie), Maggie Morgan (Kostümdesign), Kerry Jones (Bühne, Ausstattung), Ben Tusher (Lichtdesign), Caitlin Guyan (Produktion), David Roesner (Sounddesign)
Gastspiel in englischer Sprache der University of California, Riverside and Dr ACT in Collaboration with Andy Jordan Productions, mit freundlicher Unterstützung durch die Richard-Stury-Stiftung
Zugänglichkeit:
Ein rollstuhlgerechter Zugang ist über den Seiteneingang Neuturmstraße 5 möglich. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden. Da für den Zugang spezielle Türen aufgesperrt werden müssen, bitten wir für die Veranstaltungen der Studiobühne um vorherige Kontaktaufnahme unter studiobuehne@lrz.uni-muenchen.de.