Dramaturgie (Master/Hauptfach)
Konsekutiver Master-Studiengang mit Abschluss Master of Arts (M.A.)
Konsekutiver Master-Studiengang mit Abschluss Master of Arts (M.A.)
Das Institut für Theaterwissenschaft der LMU und die Theaterakademie August Everding bieten in Kooperation den Master-Studiengang Dramaturgie an: als Ausbildung zur Dramaturgin/ zum Dramaturgen für Sprechtheater oder Musiktheater. Das Studium findet sowohl an der LMU als auch an der Theaterakademie statt.
Aufnahmevoraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an einem zweistufigen Eignungsverfahren. Bewerbungsfrist ist jeweils der 30. April eines Jahres, für das folgende Wintersemester. Online-Bewerbung, keine Posteinsendungen.
Der andere Blick
Aus Meinungen, Vorstellungen, Visionen, Kenntnissen, Fakten, Erfahrungen und Emotionen, die sich nicht unbedingt wie ein Puzzle zu einem Ganzen zusammenfügen lassen, die gemeinsame Anstrengung, den Kunstwillen herauszukristallisieren, ist die wesentliche Leistung der Dramaturgie im Theater.
Ausgangspunkt kann dabei vieles sein: ein dramatischer Text, eine Partitur, ein Stoff, eine ästhetische oder politische Fragestellung. Dramaturgische Arbeit bestimmt sich dabei in erster Linie durch intellektuelle Neugierde, die Freude an der Analyse und der offenen Auseinandersetzung mit und am Gegenstand. Sie ergreift immer wieder aufs Neue die Chance, einen theoretischen Diskurs in die Praxis des Theaters zu überführen. Eingebunden in die Konzeption und Umsetzung einer Aufführung wird das Außergewöhnliche und Einzigartige dieses Berufes sichtbar, vermitteln doch Dramaturg:innen zwischen den am Arbeitsprozess Beteiligten, ihren unterschiedlichen Standpunkten und Ideen, um sie produktiv in das gemeinsame Projekt einzubeziehen. Dramaturgie gibt dem Theater Gestalt, indem sie Spielpläne entwirft, Projekte initiiert und Produktionen kuratiert – an öffentlichen wie privaten Institutionen, in Gruppen, Compagnien und Festivals im In- und Ausland. Gesucht wird dabei stets der öffentliche Austausch über das theatrale Ereignis. Dramaturg:innen sind Mittlende und Werbende für das Neue, das Andere, das Unabgesicherte. Diese produktive Lust an der Entdeckung des Fremden ist im besten Falle auch Motor ihrer eigenen Arbeit an der kollektiven Ästhetik des Theaters.
Ute Gröbel, ehem. stellvertretende Studiengangsleiterin
Dramaturgie studieren
Das Theater verändert sich permanent, und so auch das Tätigkeitsfeld der Dramaturgie. Dramaturginnen und Dramaturgen treten längst nicht mehr nur als Anwälte des Textes in Erscheinung, sie wirken ideen- und impulsgebend und sind kommunikativer Knotenpunkte im Netzwerk ‚Theater‘ – sei es nun ein Stadttheater, eine freie Gruppe oder ein internationales Festival. Eine zentrale Aufgabe ist dabei die Vermittlung: zwischen den am Projekt Beteiligten, zwischen Kunstwerk und Publikum, zwischen Theorie und Praxis, zwischen der analytischen Durchdringung eines Gegenstands und dessen szenischer Übersetzung. Die Stoffe und Formen der Auseinandersetzung sind vielfältiger geworden, reicher, vielleicht auch unübersichtlicher. Doch ob dramatischer Text, Partitur, Recherchematerial oder experimentelle Performance: die Lust an der Entdeckung des Neuen, Fremden, Unabgesicherten bleibt der Motor dramaturgischen Arbeitens.
Der zweijährige Masterstudiengang Dramaturgie lehrt die Grundlagen dramaturgischer Arbeit im Schauspiel und/oder Musiktheater. Der Studiengang vermittelt entscheidende Kenntnisse über das Theater der Gegenwart und das Repertoiretheater, seine Geschichte und Theorie und ermöglicht die Anwendung dieses Wissens in verschiedenen Formen disziplinübergreifender Theaterarbeit. Dazu zählen u.a. die Tätigkeit als Dramaturg:in in den Produktionen der Theaterakademie August Everding, die freie Projektentwicklung in Zusammenarbeit mit erfahrenen Theatermachern und -macherinnen, und die selbstbestimmte künstlerische Arbeit im Rahmen studentischer Projekte.
Auf der Seite des Prüfungsamtes finden Sie Informationen zur Prüfungs- und Studienordnung, zur Studiengangskoordination, zum Prüfungsausschuss und vieles mehr.
Voraussetzungen für die Bewerbung zum Masterstudiengang Dramaturgie sind:
Bewerberinnen und Bewerber nehmen an einem zweistufigen Eignungsverfahren teil.
Der Antrag auf Bewerbung zum Eignungsverfahren ist für das jeweils folgende Wintersemester bis zum 30. April zu stellen, auf elektronischem Weg über ein
Online-Bewerbungsportal. Das Portal wird jeweils Ende März freigeschaltet.
Link: https://www.efv.verwaltung.uni-muenchen.de/madrama
Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online und beinhaltet alle geforderten Angaben und Uploads. Posteinsendungen sind i.d.R. nicht nötig.
Eine Auswahlkommission trifft unter den zugelassenen Bewerbungen eine Vorauswahl und entscheidet über Ablehnung oder Einladung zum Auswahlgespräch (= 2. Stufe). Die Benachrichtigung erfolgt per E-Mail.
Hinweise zum Ablauf der Online-Bewerbung:
Folgende Unterlagen sind als Uploads im PDF-Format beizufügen:
Das Auswahlgespräch dauert 15-30 Minuten und hat eine dramaturgische Fragestellung aus den Bereichen Schauspiel oder Musiktheater zum Gegenstand. Die Fragestellung wird in der schriftlichen Ladung mitgeteilt.
Die Benachrichtigung über Aufnahme oder Ablehnung erfolgt per E-Mail und per Post (Zulassungsbescheid).
Ein erfolgloses Eignungsverfahren kann einmalig wiederholt werden, jedoch nicht früher als zum nächsten Einschreibtermin. Eine weitere Wiederholung ist ausgeschlossen.
Aufgenommene Bewerber können sich unter Vorlage des Zulassungsbescheides dann an der LMU für den Studiengang immatrikulieren - bitte die Frist dafür beachten.
Studiengang Dramaturgie an der
Theaterakademie August Everding
Dr. des. Antonia Leitgeb-Busche, Prof. Dr. Christiane Plank-Baldauf
Sprechstunde n.V. – Anmeldung über dramaturgie@theaterakademie.de
Marie-Theres Auer, M.A.
Stellvertretende Leitung im Studiengang Dramaturgie
Assistenz und Disposition im Studiengang Dramaturgie
Raum: Theaterakademie, Raum 1.10
Telefon: +49 (0) 89 / 2185 – 2877
E-Mail: marie-theres.auer@theaterakademie.de
Sprechstunde:
Do, 13:30 – 14:30 (und nach Vereinbarung)