Theaterforschung und kulturelle Praxis (Master/Hauptfach)

Konsekutiver Master-Studiengang mit Abschluss Master of Arts (M.A.) – auslaufend, ab Wintersemester 26/27 ersetzt durch MA Theater-, Tanz- und Performance-Forschung

Theaterwissenschaft befasst sich mit szenischen Künsten, theatralen Praktiken und Phänomenen des Performativen. Geprägt ist das Studium von interdisziplinären, interkulturellen und intermedialen Perspektiven, die auf die derzeit radikalen Umbrüche in den Künsten reagieren. Die Studierenden entwickeln ein reflektiertes Gefühl für theatrale Vorgänge, einen kritischen Blick auf aktuelle Diskurse und fundierte Kompetenzen in der Kulturvermittlung. Absolventen finden in der ganzen Breite des kulturellen Feldes Anstellung und arbeiten im Theater und in den Medien, als Kuratorinnen und Dramaturgen, im Verlagswesen, der Öffentlichkeitsarbeit oder in Bildungseinrichtungen.

Der Münchener Studiengang ist an einer der profiliertesten deutschen Universitäten angesiedelt und bildet die ganze Breite des Theaters und der szenischen Künste ab: von Schauspiel, Oper, Tanz und Performance bis hin zum Film. Er lebt von dem Dialog und den zahlreichen Kooperationen mit den vielfältigen kulturellen Institutionen der Stadt. Neben den klassischen ästhetischen und theoretischen Fragestellungen der Kunstwissenschaften finden insbesondere geschichts- und sozialwissenschaftliche Ansätze Eingang in das Studium. Er wendet sich an Studierende mit einem kulturwissenschaftlichen Abschluss und einem geschärften Interesse für die szenischen Künste und ihre gesellschaftliche Position.

Studiengangskoordinator Master

Dr. Jörg von Brincken

Privatdozent

Koordination der MA-Studiengänge; Ansprechpartner für Erasmus-/ Exchange- und andere internationale Studierende

Schwerpunkte

1. Theater als Institution nimmt die Verbindungen zwischen künstlerischen Prozessen und ihrer gesellschaftlichen Institutionalisierung in den Blick und beschäftigt sich darüber hinaus mit Fragen von Management und Vermittlung.

2. Sound & Movement befasst sich mit Bewegung und Musikalität in und auch außerhalb des Tanz- und Musiktheaters und bildet einen genreübergreifenden Zugriff auf die Ästhetik der performativen Künste aus.

3. Intermedialität interessiert sich für die Verflechtungen von Künsten und Medien und untersucht die Technizität des Ästhetischen, insbesondere im Kontext digitaler Kulturen.

Die Spezialisierung in einem der Schwerpunkte wird zusätzlich zum Abschlusszeugnis in einem Zertifikat ausgewiesen.

Den detaillierten Regelstudienverlauf inklusive der Zuweisung der einzelnen Prüfungsleistungen zu den Teilmodulen finden Sie in der folgenden Übersicht: Prüfungsformen und -anteile (PDF, 77 KB)

Studienverlauf

ECTS
1. Semester (Orientierung)
P 1Diskurse und Methoden15
P 1.1Ästhetische Debatten (Forschungsseminar)(9)
P 1.2Methoden der Kulturwissenschaft (Projektübung)(3)
P 1.3Szenisches Denken (Projektübung)(3)
P 2Historiographie und Performativität15
P 2.1Theater- und Mediengeschichte (Forschungsseminar)(9)
P 2.2Quellen- und Archivarbeit (Projektübung)(6)
2. Semester (Spezialisierung)
Es sind zwei von frei Wahlfplichtmodulen zu wählen.
WP 1Intermedialität und Interdisziplinarität15
WP 1.1Szenische Künste und Medienkulturen (Forschungsseminar)(9)
WP 1.2Praktiken des Theaters und der Medien (Projektübung)(6)
WP 2Ästhetik des Gegenwartstheaters15
WP 2.1Aktuelle Theaterformen (Forschungsseminar)(9)
WP 2.2Vergleichende Dramaturgie (Seminar)(3)
WP 2.3Kuratorische Konzepte (Projektübung)(3)
WP 3Theater als Institution15
WP 3.1Theater und Öffentlichkeit (Forschungsseminar)(9)
WP 3.2Rechts - und Verwaltungsfragen (Seminar)(3)
WP 3.3Praxis kultureller Vermittlung (Projektübung)(3)
3. Semester (Vertiefung)
P 3Forschungspespektiven15
P 3.1Forschungsdiskussionen (Forschungsseimnar)(9)
P 3.2Forschungspraxis (Projektübung)(6)
WP 4Projektmodul15
WP 4.1Projektarbeit (Praktikum)
Modulbeschreibung
(9)
WP 4.2Projektreflexion(6)
Alternativ zum Projektmodul können im Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Profilbereich Veranstaltungen im Umfang von 15 ECTS-Punkten belegt werden.
4. Semester (Abschluss)
P 4Abschlussmodul30
P 4.1Masterarbeit(30)

Bewerbung

Zulassungsmodus
Eignungsverfahren
Frist
1. Mai bis 15. Juli (Ausschussfrist) über das LMU-Online-Portal.
Notwendige Unterlagen
Tabellarischer Lebenslauf, Abschlusszeugnis / Transcript of Records, Abschlussarbeit, Bewerbungsaufsatz
Informationen zum Bewerbungsaufsatz
"ein Aufsatz im Umfang von maximal 1.500 Wörtern, der anhand eines konkreten Gegenstands die Befähigung für ein theaterwissenschaftliches Studium darstellt und aus dem mögliche Forschungsschwerpunkte für den Masterstudiengang Theaterforschung und kulturelle Praxis hervorgehen" (Eignungssatzung, §2, Abschnitt (2), 4. Absatz) – Bitte beschreiben Sie anhand eines konkreten Gegenstands, sei es eine Aufführung, eine Szene, eine Figur oder auch eine historische Quelle, was Sie daran interessiert oder fasziniert, welche Zusammenhänge sich ergeben, welche Fragen sich stellen und wie Sie sich vorstellen könnten daran zu arbeiten. Uns interessiert, was Sie mitbringen, welche ästhetischen, theoretischen, historischen Bezugspunkte, als auch wo es vielleicht hingehen kann im Verlauf eines Master-Studiums.

Satzung über das Eignungsverfahren