ELEFANT

Mit Einheitlicher mitwachsender Lese- & Erzählförderung im Übergang von Kita zur Schule – Mit Elefant zur Schule

Informationen

  • Die mündliche und schriftliche Sprachkompetenz eines Kindes ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche schulische Entwicklung und uneingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe. Ein Einsatz systematischer Sprachförderung im Grundschulalter erfolgt oft zu spät, um die Folgen einer frühen Sprachentwicklungsstörung umfassend abfangen zu können. Dennoch besteht vor dem Schuleintritt an außerfamiliären Lernorten wie Kitas bisher keine ausgereifte Förderstruktur. Im Rahmen des Projekts ELEFANT wird deswegen untersucht, inwieweit Kinder durch eine kombinierte digitale Förderung von phonologischer Bewusstheit und Erzählfähigkeit erfolgsversprechend auf die Schule vorbereitet werden können. Ein besonderer Fokus der Interventionsstudie liegt dabei auf der individuellen Förderung von Risikokindern.

  • Die Studie führt eine vergleichende Untersuchung von drei Kindergruppen durch, von denen eine an einem durch Tablets gestützten interaktiven erzählerischen und individuell abgestimmten Förderprogramm in 24 Sitzungen innerhalb von 12 Wochen teilnimmt, während die anderen beiden Gruppen entweder eine reine Vorleseförderung oder die Regelversorgung in der Kita erhalten. Erfasst werden dabei zu drei Messzeitpunkten jeweils die Intelligenz, die phonologische Bewusstheit, der kindliche Wortschatz und die Erzählfähigkeit. Erwartet werden positive Effekte der Förderung auf die Sprachentwicklung, insbesondere für benachteiligte Kinder.

  • Im Rahmen der Untersuchung der Effekte einer kombinierten digitalen Förderung der phonologischen Bewusstheit und der Erzählfähigkeit von Vorschulkindern stehen folgende Forschungsfragen im Vordergrund:

    1. Profitieren Kinder von einer einheitlich aufgebauten, systematischen und individuell auf das Niveau der Kinder angepassten Förderung schriftsprachlicher Vorläufer- und erzählerischer Fähigkeiten mehr als Kinder, die regelmäßig eine Vorleseförderung oder die normale Sprachförderung im Rahmen der Regelversorgung der Kita erhalten?

    2. Profitieren Kinder, die aufgrund ihres familiären Hintergrunds oder aufgrund von Auffälligkeiten in ihrer sprachlichen Entwicklung als Risikokinder eingestuft werden, in Relation stärker von der individuell adaptierten Intervention als Nicht-Risikokinder?
  • Die Beantwortung dieser Fragen könnte den Weg zum Einsatz differenzierter sprachlicher Förderungsmaßnahmen weisen, die trotz der aktuell angespannten Personalsituation von pädagogischen Fachkräften im Rahmen der Digitalisierung in Kitas umgesetzt werden können.

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