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Social Media: Was Kinder und Jugendliche beachten sollten

16.09.2026

Drei Professorinnen und Professoren des Departments Psychologie erklären, warum Social Media Aufmerksamkeit bindet und Urteilskraft gefördert werden muss.

Soziale Medien sind so gestaltet, dass Nutzende möglichst lange bleiben: Endlose Feeds, Autoplay und der ständige Vergleich mit anderen erschweren den Ausstieg, erklärt Prof. Dr. Sarah Diefenbach, Professorin für Wirtschaftspsychologie und Mensch-Technik-Interaktion am Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie. Gerade für Kinder und Jugendliche ist das problematisch.

Prof. Dr. Markus Paulus, Inhaber des Lehrstuhls für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie betont, dass junge Menschen nicht nur geschützt, sondern zu eigenständigem Urteilen befähigt werden sollten. Entscheidend seien gemeinsame Reflexion und Gespräche in Familie und Schule – zugleich müssten Plattformen so gestaltet sein, dass sie diese Entwicklung unterstützen.

Prof. Dr. Zhuanghua Shi leitet das MSense Lab am Lehrstuhl für Neuro-Kognitive Psychologie. Er verweist auf die besondere Entwicklungsphase Jugendlicher: Das Belohnungssystem reagiert empfindlicher, während Impulskontrolle und Aufmerksamkeitssteuerung noch reifen. Selbst ein ungenutztes Smartphone kann Aufmerksamkeit binden. Daher müsse auch über klare Regeln und altersgerechte Rahmenbedingungen diskutiert werden

Das gesamte Interview finden Sie imLMU-Newsroom.