In sieben interdisziplinären Tandems aus Studierenden und Lehrenden arbeiteten unsere FutureTutors von September 2025 bis März 2026 intensiv an ihren eigenen Nachhaltigkeitsprojekten. Gemeinsam haben sie Lücken an ihrer Fakultät identifiziert, die sie mit ihren Projektideen ansprechen und auffüllen wollen (hier alphabetisch dargestellt):
Alle Projekte können Sie interaktiv und hautnah selbst erleben und entdecken, an der Winterschool am 10./11.03.26 in der Zeitungslesehalle der Leopoldstraße 13.
Alle Informationen folgen in Kürze!
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Podcast zu Nachhaltigem Philosophieren mit Studierendenbeiträgen zu Nachhaltigkeit und sozialem Wandel in Japan
Alexander Dekant und Dr. Anna Wiemann (Philosophie, Japan-Zentrum)
FutureTutor Alexander Dekant (M.A. in Japanologie, Student im Master Philosophie) entwickelte einen philosophischen Podcast zum Thema Nachhaltigkeit. Was verstehen wir eigentlich unter Nachhaltigkeit? Wie kann die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft gedacht und designt werden? Wie kann sie normativ begründet werden?
Der Podcast stellte einen Versuch dar, über diese und ähnliche Fragen nachhaltig zu philosophieren – leicht zugänglich, möglichst ganzheitlich gedacht und handlungsorientiert. Teil des Podcasts sind, in Anbindung an das Bachelor Seminar der Japanologie „Nachhaltigkeit und sozialer Wandel“, geleitet von Dr. Anna Wiemann (Akademische Rätin am Japan Zentrum der LMU und begleitende Lehrperson dieses Projekts), Studierendenbeiträge zu nachhaltiger Entwicklung in Japan. Die Beiträge reflektieren Nachhaltigkeit in Japan vor dem Hintergrund theoretischer Ansätze wie Mensch-Umwelt Beziehungen, Transition Design (Irwin) oder Multi-Level Perspektive (Geels). Dabei wird praxis- und handlungsorientiert philosophiert was wir von Japan und Japan von uns lernen kann.
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Nature Writing - (Mit) Natur gestalten als epistemische Praxis
Daniela Loy und Kathrin Thalmann, Akademische Oberrätin (Philosophie, Kunstpädagogik)
»Wir wollen etwas verstehen, was schon offen vor unsern Augen liegt. Denn das scheinen wir, in irgendeinem Sinne, nicht zu verstehen.« (Wittgenstein, PU §89)
Henry David Thoreau, Schriftsteller und Naturbeobachter, zog in den Wald, um mit Überlegung zu leben. Heute begegnen wir Natur immer weniger mit Überlegung, sondern im Modus der Überlegenheit. Die Welt ist fertig, die Natur endlich eine Ressource. Es fehlt dabei nicht an Wissen, weder über ökologische Zerstörung noch über mögliche Lösungen, doch dieses Wissen bleibt oft folgenlos, weil es sich nicht in erfahrbare Wahrnehmung übersetzt. Vielleicht können wir unseren Bezug zur Natur neu ausrichten und wieder sehen lernen, was vor uns liegt. Unter dem Motto »das Sichtbare sichtbar machen« verbindet das Projekt »Nature Writing« mit künstlerischer Forschung und gestalterischem Experiment. Durch Schreiben, Beobachten, Drucktechniken und handgebundene Bücher entsteht ein Raum, in dem Natur und Umgebung neu erfahrbar werden. So wird Gestaltung zu einer Form des Denkens, die zeigt, wie sich im Kleinen neue Zugänge zu Natur und Mitwelt eröffnen.
Wir ändern nicht die Welt, wir ändern die Perspektive und diese verändert alles. Mehr zum Projekt.
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Was macht die LMU für dein Studium gut - und was könnte sie vielleicht (noch) besser machen?
David Althammer und Benjamin Gröschl, Dipl-Soz. (Bildungswissenschaften, Soziologie)
Ziel des Projektes "Was macht die LMU für dein Studium gut - und was könnte sie vielleicht (noch) besser machen?" war es, unter den Angehörigen der LMU den konstruktiven Dialog, das gegenseitige Verständnis und die Bereitschaft, Mitverantwortung zu übernehmen, zu fördern. Dazu werden in einerOnline-Umfrage Aussagen von Studierenden der LMU erfasst, um Chancen und Herausforderungen zu erkennen. In Diskussionsrunden an der Winterschool 2026 wurden erste Ergebnisse vorgestellt. Die Gäste waren eingeladen, darüber zu diskutieren sowie konkrete Ideen für Verbesserungen einzubringen und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die in Umfrage und Diskusssionsrunden erhobenen Daten sollen den Entscheidungsträger*innen der LMU Impulse mitgeben, hochschulpolitische Entscheidungen zu treffen, die sich rasch und nachhaltig positiv auf die Lehre und das Studieren an der LMU auswirken könnten. Für eine Lernkultur, die langfristig trägt: achtsam, solidarisch und - im besten Sinne des Wortes - menschlich.Mehr dazu.
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From Page to Pattern: Fashioning Textile Interpretations
Laura Schatzl und Dr. Valentina Finger (Englische Philologie)
This project materialised [text]ile interpretations and was set out to question the role of fashion. In a five-session workshop, participants investigated the role of clothing as a literary device. Through close textual analysis of pre-determined scenes, we considered how garments operate in connection with temporality, queerness, and power dynamics.
Putting theory into practice! Participants then translated their interpretive findings into visual form by constructing mixed-media outfits on miniature mannequins. The resulting works were exhibited upon completion of the workshop.
Climate in Your Discipline: A Co-Creative Workshop
Liviia Panina und Madison Garrett (RCC, Soziologie)
Future Tutor Liviia Panina (Rachel Carson Center for Environment and Society) has developed a co-creative workshop to collaboratively explore the relevance of climate change and sustainability in various disciplines.
Students were able to elaborate on how their discipline connects to climate change, with the goal of developing ideas for the meaningful integration of climate topics into university curricula across different faculties at the LMU. We shared perspectives, contributed ideas, and helped shape future learning at LMU!
Klimawandel und Migration: Eine Frage der Verantwortung
Mila Esté Flores, Veronica Weileder und Prof. Dr. Magnus Treiber (Ethnologie)
Das Projekt entstand im Rahmen des interdisziplinären Seminars „Migration und Klimawandel: im Dialog zwischen Christlicher Sozialethik und Ethnologie". In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Magnus Treiber entwickelten wir eine Installation, die zentrale Fragestellungen dieses Dialogs aufgriff. Ziel war es, neue Zugänge zu wissenschaftlichen Themen zu eröffnen und die Ästhetik als Erkenntnismedium erfahrbar zu machen.
Dabei zeigte das Projekt, dass Nachhaltigkeit weit über ökologische Verantwortung hinausgeht. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Reflexion und künstlerischer Ausdrucksformen entstand ein Raum für neue Perspektiven, Empathie und gesellschaftliches Handeln. Geleitet wurde das Projekt von uns, Mila Esté Flores und Veronica Weileder, die als Future Tutors den Prozess begleiteten und unterstützten. So wurden Klimawandel und Migration als eine Frage der Verantwortung erfahrbar – intellektuell, emotional und ästhetisch.
Sarah Bischoff und Dr. Nicole Weidinger (Deutsch als Fremdsprache)
Mit dem Projekt "Herkunftssprachen an der LMU" wollten wir die Mehrsprachigkeit der LMU-Angehörigen sichtbar machen, wertschätzen und fördern. Zunächst soll die sprachliche Vielfalt an der LMU in einer Umfrage erfasst werden. In einem darauf basierenden Workshop sollten Ideen gesammelt und umgesetzt werden, die die Mehrsprachigkeit der LMU-Angehörigen durch interaktive Elemente wie z. B. Linguistic Landscapes oder die App Actionbound, sichtbar zu machen. Im Rahmen der Vorlesung Grundlagen der Mehrsprachigkeitsforschung analysierten die Studierenden nachhaltige Entwicklungspotenziale an der Schnittstelle „Mehrsprachigkeit trifft Nachhaltigkeit“ und entwickelten darauf aufbauend konkrete Umsetzungsvorschläge für die Mehrsprachigkeitspraxis. Das Projekt schaffte an der LMU ein Bewusstsein dafür, wie wichtig Herkunftssprachen für Bildungsgerechtigkeit und kulturelle Teilhabe sind.